Kletterkünste waren gefragt bei der Betriebsbesichtigung von Metz Aerials in Karlsruhe, das Unternehmen der Rosenbach Gruppe produziert Hubrettungsfahrzeuge für Feuerwehren in der ganzen Welt. Der Entwicklungsleiter Sebastian Tilp gab uns einen Überblick über das Produktspektrum der Rosenbach Gruppe. Als Vollausstatter kann die Gruppe Feuerwehren weltweit sowohl mit Gummistiefel als auch mit Flughafenlöschfahrzeugen bedienen. Die Metz Aerials GmbH & Co. KG in Karlsruhe produziert mit 300 Mitarbeitern jährlich ca. 170 Hubrettungsbühnen und Drehleitern. Damit bietet das Unternehmen seinen Kunden alle möglichen Varianten von Hubrettungsfahrzeigen an.

Nach einer kurzen Einführung ging es in die Produktionshalle. In der historischen Halle durchläuft die Zugmaschine acht Phasen, sogenannte Takte. Nach 1,5 Tagen ist die vormals „nackte“ Zugmaschine um einen aufwendigen Aufbau mit Drehleiter ergänzt und damit bereit Menschenleben zu retten. „Die Lebensaufgabe eines Feuerwehrkommanden ist die Bestellung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges“ erzählt Sebastian Tilp. Die Aufträge sind in der Regel immer Sonderanfertigungen mit individuellen Ausstattungen und Lösungen für die Bedürfnisse jedes Auftraggebers. Deutsche Kunden setzen dabei auf neueste Technik und Leichtigkeit. Die amerikanischen Kunden hingegen bevorzugen deutlich massivere Fahrzeuge mit mehr Material. Das wird auch uns bei der Besichtigung der Fertigung bewusst. Neben einer Hubrettungsbühne für den amerikanischen Markt mit einem Gesamtgewicht von 36 Tonnen wirkt ein Fahrzeug mit Drehleiter für eine deutsche Feuerwehr trotz Stützgewicht von jeweils sechs Tonnen geradezu klein.

Die Drehleitern werden in einer speziellen Schweißvorrichtung angefertigt. Dabei wird auf höchste Qualität bei der Fertigung geachtet. Präzision ist das oberste Gebot damit jederzeit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Die Drehleitern von Metz Aerials bedienen Arbeitshöhen von 20 m bis 62 m. Um der Schwerkraft entgegenzuwirken und für einen positiven psychologischen Nebeneffekt zu sorgen werden die Leitern mit einer leichten Rundung angefertigt. Fährt der Feuerwehrmann die Drehleiter später aus so zieht die Schwerkraft nach unten und die Leiter wirkt gerade.

Nach der Besichtigung der Produktion konnten die mutigsten der 17 anwesenden Junioren noch ein Hubrettungsfahrzeug erklimmen und in dem Rettungskorb für einen kurzen Augenblick die Perspektive eines Feuerwehrmanns einnehmen. Mit einer Diskussion über die künftige Marktveränderungen für Hubrettungsfahrzeuge und einem gemeinsamen Imbiss wurde die spannende und gelungene Führung beendet.