Kann man das Jahr besser beginnen, als mit guten Wünschen, angenehmer Unterhaltung und einem exzellenten Essen? Die Antwort ist ganz klar: Ja!

Die Wirtschaftsjunioren Karlsruhe haben dies bei Ihrem klassischen Jahresauftakt eindrucksvoll bewiesen: Ein grandioser Abend mit rund 80 Gästen fand am vergangenen Freitagabend in den Räumen der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen, als Jahresauftaktveranstaltung der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe statt.

Beim traditionellen Branchenabend eröffnete Herr Seesemann in gewohnt charmanter und informativer Weise die Auftaktveranstaltung im Namen des Vorstands der Sparkasse, mit den besten Wünschen für das Jahr 2016. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation, die er am Beispiel der Finanzbranche kurz und prägnant skizzierte, appellierte er, das Jahr mit Weitblick und Engagement zu beginnen.

Zum Abschluss seiner Rede schlug er den Bogen zu den Wirtschaftsjunioren und deren aktueller Leitung, die er als „Fantastische Vier“ bezeichnete. Das Vorstandsteam, bestehend aus Victoria Rauh, Benjamin Weiler, Jens Bohlinger und Stefan Koch, nahm diese Überleitung in Person von Stefan Koch auf und leitete zu den weiteren Highlights des Abends über, wie z.B. den Vortrag der keynote speakerin und ebenfalls Wirtschaftsjuniorin, Claudia Schmitz, Gründerin der Weiterbindungsorganisation „Intercommotion“.

In einem gleichsam spannenden, wie auch kurzweiligen Vortrag über die „Generation Y and Z“ nahm sie die Zuhörer mit auf eine Generationenreise, rund um das zentrale Thema der Generation Y: YOLO – you only live once.

Sie charakterisierte die jeweiligen Generationen und spannte den Bogen zwischen der Selbstwahrnehmung dieser Charakterisierungen der Generation (z.B. Selbstverwirklichung, Selbstbewusst, etc.) und der Wahrnehmung von Außen (z.B. Arrogant, Unbelehrbar, etc.). Weiterhin beleuchtete sie Hintergründe und Fakten und erklärte uns, dass sich hinter dem „Trumpf der Demographie“, der das Agieren der Generation Y erst ermöglicht,  nichts Anderes verbirgt, als schlichtweg der aktuelle Fachkräftemangel. Um die Veränderungen der Wertesysteme zu verdeutlichen, zeigte sie die prägenden Einflüsse der jeweiligen Lebensphasen der Entwicklung in einem Alter zwischen 11 und 15 Jahren auf: In freien Assoziationsrunden wurden Bilder aus den prägenden Lebensphasen der jeweiligen Generationen von den Zuhörern, unter reger Beteiligung, mit Werten und Lebenseinstellungen assoziiert und zugeordnet.

Der Vortrag wurde durch Tipps zum Umgang mit der Generation Y, sowie mehreren interaktiven Umfragen abgeschlossen. Das Ergebnis dieser Umfragen überraschte allerdings, da die Mehrheit der Zuhörerschaft schätzte, dass es keine Auswirkungen der Generation Y auf die Unternehmen geben wird.

Diese Überleitung zur wirtschaftlichen Situation wurde von Maximilian Hillmann und Philipp Domes, die als Moderatorenteam eloquent und ausgesprochen professionell durch den Abend leiteten, aufgenommen und genutzt, um zu weiteren Live-Umfragen über den aktuellen Stand der Wirtschaft überzugehen. Als Tenor der Umfragerunden ergab sich eine positive Grundhaltung der Zuhörer gegenüber der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.

Dieser Einschätzung konnte sich Herr Seesemann anschließen: Auch er schätzt die Lage der Konjunktur als grundsätzlich positiv ein – wenn auch einige Firmen aktuell mit Problemen kämpfen. Diese Probleme sind aber, nach seiner Einschätzung, im Regelfall hausgemacht.

Da die aktuelle wirtschaftliche Lage natürlich auch immer eng mit der aktuellen politischen Lage verknüpft ist, wurde zum Schluss auch noch die Gesamtsituation in unserer Region beleuchtet: Große Herausforderungen werden sowohl von den Zuhörern, als auch von den Referenten bei der Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gesehen. Frau Geis umreißt groß die aktuelle Situation: Es befinden sich aktuell ca. 11.000 Flüchtlinge hier bei uns im Bezirk. Hiervon sind ca. 70% ohne jegliche Berufsausbildung. Wir, wie auch die gesamte Wirtschaft, stehen hier vor großen Aufgaben und Herausforderungen. Allerdings ist die IHK hier bereits sehr aktiv, so dass aktuell bereits eine Vielzahl an Flüchtlingen über div. Lehrprogramme in Deutsch unterrichtet werden, da die Wirtschaft Grundkenntnisse in Deutsch, Lesen und Schreiben als Grundvoraussetzung der Integration ansieht.

Abschließend wurde der Abend von Maximilian Hillmann mit einem Zitat frei nach Oskar Wilde zusammengefasst: „Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!“

Besser kann man einen solch gelungenen Abend nicht beschreiben!