18 Wirtschaftsjunioren trafen sich Ende September “ganz in Schwarz” im Großraum-Fotostudio r2n von Andreas Räsch in Karlsruhe, in dessen Atelier auch schon mal Autos, Unimogs und LKWs abgelichtet, komplette Bäderlandschaften aufgebaut, fotografiert und gleich wieder abgerissen werden. Die schwarze Kluft der Junioren hatte aber nichts mit einer Trauerveranstaltung zu tun; nein, ganz im Gegenteil! Sie diente dazu, optimalen Ergebnisse beim bevorstehenden Light-Painting-Workshop zu erzielen. Doch wo kann man diese besondere Art der Fotografie anwenden? Ganz einfach: Überall – es muss einfach nur dunkel sein. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Light-Painting, das Zeichnen und Schreiben mit Licht, und Light-Brushing, das Anstrahlen von Objekten, und einigen Studioaufnahmen ging es ab an den Karlsruher Rheinhafen. Das nächtliche Hafenareal, orange beleuchtet, mit seinen vielen Kränen, den Backsteingebäuden und Industrieanlagen bot die perfekte Kulisse für das kreative Vorhaben den Junioren. Durch eine Belichtungszeit von zum Teil mehreren Minuten boten sich den Teilnehmern unbegrenzte Möglichkeiten und der Fantasie konnte freien Lauf gelassen werden. Experimentiert wurde mit den unterschiedlichsten Lichtquellen angefangen bei verschiedenfarbigen Taschenlampen und Wunderkerzen bis hin zu Fackeln, Feuerzeugen und Blitzlichtern. Die Kamera nimmt durch die lange Belichtungszeit die komplette Lichtmalerei auf und brennt sich dann auf der Speicherkarte als einzelnes Bild ein. Light-Painting ist bereits mit einer einfachen digitalen Spiegelreflexkamera möglich und einige Teilnehmer lernten an diesem spätsommerlichen Abend ihren Fotoapparat ganz neu kennen und schätzen. Bis in die Nacht hinein experimentierten die Teilnehmer unter professioneller Anleitung mit ihren Kameras und entdecken Ihre künstlerische Ader. Belohnt wurden die Hobbyfotografen mit hervorragenden Fotos.