Betriebsbesichtigung beim Capri-Sonne Produzenten

„Stilecht“ ist die treffende Beschreibung für die Anreise der Karlsruher Wirtschaftsjunioren nach Eppelheim Ende Juli. Eine Betriebsbesichtigung auf dem Gelände der Wild-Werke stand auf der Agenda, genauer: zu den SiSi-Werken. Noch genauer: zu Capri-Sonne. Seit über 40 Jahren wird sie abgefüllt und bringt unweigerlich Kindheitserinnerungen hervor. Auch die Wirtschaftsjunioren Karlsruhe kennen den silbernen Trinkbeutel, und unter den 26 Teilnehmern kamen schnell Fachgespräche über die Lieblingssorten auf. Von Kirsche bis Cola-Mix reichten die Präferenzen, während es in zwei Limousinen sozusagen „mit der Limo in der Limo“ Richtung Heidelberg ging. Im Stammwerk in Eppelheim erwartete die Besucher ein kleiner Exkurs durch die Firmengeschichte (1931: Firmengründer Rudolf Wild hat die Vision von Lebensmittelzutaten auf natürlicher Basis – 1966 die Idee eines flexiblen Getränkebeutels für Kinder – 1972: erste Capri-Sonne Abfüllmaschine am Start – seit 1975 Marktführer für kleinverpackte Kindergetränke in Deutschland – seit 1994 Nummer 1 in den USA – 2013: Produktionsstart in Indien) – und natürlich ausreichend Versorgung mit dem Kindergetränk. „Think global, act local” – einer der Schlüssel für den internationalen Erfolg von Capri-Sonne. Um überall auf der Welt erfolgreich zu sein, wird das Getränk an den jeweils landestypischen Geschmack angepasst. So gibt es z. B. 27 verschiedene Orangenprodukte, den Klassiker unter den Capri-Sonne Sorten. Mit überdimensionalen Exemplaren des Standbodenbeutels wurde der Besuch fotografisch festgehalten, bevor es dann in die heiligen Hallen, sprich: die Produktion ging. Dort erhielten die Junioren einen Überblick über die verschiedenen Maschinentypen, die Herstellung der Trinkbeutel, die ganz ohne Klebstopp mit Ultraschall verschweißt werden und das Abfüllen und Abkühlen im Wasserbad. In 110 Ländern wird Capri-Sonne distribuiert, in 23 Ländern gibt es Produktionsstandorte. Beeindruckend auch die Verkaufszahl 2012: 7 Milliarden Beutel gingen dort in Kunden- und dabei garantiert nicht nur Kinderhände. Kinderleicht soll übrigens ab sofort das Einpieksen des Strohhalms funktionieren, dank „Super Easy Opening“, intern auch „Halbmond“ genannt. Das konnten die Wirtschaftsjunioren bei der abschließenden lockeren Gesprächs- und Imbissrunde dann auch sofort live testen, bevor es in den zwei extralangen Gefährten wieder zurück in die Heimat ging.