Erfolgreiche erste Nacht der Ausbildung in Karlsruhe – 540 Teilnehmer fuhren Hopp On-, Hopp Off zu Unternehmen in und um Karlsruhe

 

Schule fast fertig. Und jetzt? Der „Traumberuf“ sollte zu den persönlichen Interessen passen, Aussicht auf gutes Geld bieten und außerdem noch Spaß machen … Und welcher Beruf ist das nun? Wenn es um die berufliche Zukunft geht, setzen Jugendliche auf die Beratung durch Eltern, Freunde und Lehrer oder nutzen das Internet als wichtige Informationsquelle. Wie sich der Job später tatsächlich gestaltet, wie es beim Arbeitgeber aussieht oder wie es um Übernahme und Weiterbildung steht, wird oft erst klar, wenn die Lehrstelle oder das duale Studium bereits angetreten ist. Aber wie können Ausbilder und Jugendliche hier noch besser zusammenfinden, um offene Fragen zu klären? Am besten: persönlich! Die erste Nacht der Ausbildung in Karlsruhe – veranstaltet von den Wirtschaftsjunioren Karlsruhe – bot interessierten Jugendlichen die einmalige Gelegenheit, die Ausbildungsbetriebe der Fächerstadt „von innen“ kennenzulernen.

 

540 Interessierte im Alter von 15 bis 20 Jahren wurden einen Abend lang gemeinsam mit Eltern und Freunden in Bussen, wie bei einer „Hop on, Hop off“-Stadtrundfahrt, zu den Ausbildungsbetrieben in und um Karlsruhe gefahren. Vor Ort konnten sich die angehenden Azubis oder möglichen Anwärter für ein duales Studium z.B. über Ausbildungsabläufe informieren, sich in den Räumlichkeiten umschauen und einen ersten Eindruck von den Menschen gewinnen, mit denen sie vielleicht einmal zusammenarbeiten. So auch der 17-Jährige Marco, der sich bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe umschaute: „Ich bin bei der Nacht der Ausbildung gezielt zur VBK gegangen, um mehr über den Beruf eines Straßenbahnfahrers zu erfahren. Derzeit spiele ich Fußball beim KSC in der Jugend, aber eine Karriere als Eisenbahner oder Lokführer kann ich mir auch gut vorstellen,“ berichtet der sportliche junge Mann, der im Straßenbahnsimulator fast wie ein Profi wirkte.

 

Der 15-jährige Nick kam in Begleitung seines großen Bruders und nutzte die Nacht der Ausbildung, um sich über die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten in Karlsruhe zu informieren: „Ich weiss noch nicht genau, was ich machen möchte. Der Beruf des Mechatronikers interessiert mich aber sehr. Im nächsten Jahr bin ich mit der Schule fertig und will mich jetzt schon einmal orientieren“, so Nick. Bei dem großen Interesse an Technik lag es für die beiden Brüder nahe auch zur EnBW zu gehen. Das dachten sich viele Schüler: In den gut gefüllten Werkstätten erklärten die derzeitigen Azubis, was in einer Ausbildung auf die potentiellen Anwärter zukommt. Das rege Interesse am Energieversorger erklärte sich der 22-jährige Azubi Philipp vor allem mit der „Mischung aus elektronischen und mechanischen Tätigkeiten und Aufgaben, die die EnBW zu bieten hat“.

 

Die Nacht der Ausbildung war Orientierungscheck, Entscheidungshilfe und hatte dabei Eventcharakter. Bis in den Abend öffneten die Karlsruher Unternehmen ihre Pforten und boten Mitmach-Aktionen, Gewinnspiele, kostenloses Streetfood und Eis an. Bei dm mussten sich die Teilnehmer wie in einem Exit Game durch die Filiale und den Mitarbeiterraum spielen, bei feco-feederle gab es eine „Hinter-die-Kulissen“-Führung in das Furnierlager und bei Graf Hardenberg stand der Porsche schon direkt an der Sonder-Bushaltestelle. Potenzielle Azubis und Anwärter für ein duales Studium konnten sich in allen Unternehmen mit den Azubis und Personalern austauschen und einen direkten Einblick in die Betriebe bekommen. Und in den Bussen hörte man bereits von so manch besiegeltem Praktikum.  

 

Über 30 Wirtschaftsjunioren waren bei der Nacht der Ausbildung im Einsatz, um die Ausbildungssuchenden mit den Karlsruher Unternehmen zusammenzubringen. Auch im kommenden Jahr wollen die Wirtschaftsjunioren die Nacht der Ausbildung wieder auflegen und hoffen erneut auf die rege Teilnahme von Unternehmen wie der Volksbank Karlsruhe, den Badischen Versicherungen, XXXLutz, den Badischen Neusten Nachrichten, aluplast, der Deutschen Bahn, Simon Hegele, der b.i.g-Gruppe u.v.m.

 

Abbildungen

Band-Durchschnitt mit Vertretern aus Politik, Stadt und Wirtschaft
v.l.n.r.: Thomas Hock (Fraktionsvorsitzender Stadtrat, FDP), Maximilian Hillmann (Vorstandsvorsitzender WJ Karlsruhe), Katrin Schütz (Staatssekretärin, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg), Ascan Egerer (Technischer Geschäftsführer, Verkehrsbetriebe Karlsruhe) und Günter Brock (Aus- und Weiterbildung IHK Karlsruhe)

© Anna Schröder