Das Märchen aus dem Schönwald

Schneeschuhwanderung

Es waren einmal einige Wirtschaftsjunioren, die nahmen eine sehr lange Reise auf sich, auf der Suche nach dem wärmenden Licht der Sonne. Sie verwendeten alle verfügbaren Pferde(stärken) und pilgerten gen Süden in den verwunschenen Schwarzwald. Die Pferde kämpften sich die steilen Hänge hinauf, an deren Wegrändern sich immer höhere Berge an Schnee aufhäuften. Immer grauer und trüber wurde die Umgebung bis sie schließlich die Pferde zurücklassen mussten und in einer Gaststube einkehrten. Dort trafen sie auf einen erfahrenen Wanderer Umut Bora, der sich im Schönwald gut auskannte. Er und seine Frau versprachen den Junioren, sie könnten sie zur Sonne geleiten, man könne diesen Pfad allerdings nur zu Fuß begehen.

Also streiften sich die Junioren Gamaschen über, besohlten sich mit eigentümlichem Schuhwerk und stiefelten mit Gehstöcken durch den tiefen unangetasteten Schnee, der sich wie Puderzucker über die Landschaft gelegt hatte.  Mit jedem Schritt, den die Junioren im Schnee hinterließen bracht die makellose Schneeplatte krachend in sich zusammen.  Manch ein Wanderer verlor das Gleichgewicht und zierte das Weiß mit wild geformten Schneeengeln, aber die Junioren ließen sich nicht klein kriegen. Sie kämpften sich über Wiesen- und Waldlandschaften, sie lasen Fährten von Hasen und Füchsen und begegneten unterwegs einem Schäferhund, der mit einer weißen Ziege spazieren lief (kein Witz – wirklich so geschehen!). Und plötzlich riss die Wolkendecke auf, der Himmel offenbarte sein zartestes Blau und die Sonne schien auf die Junioren herab, die sich schon seit Wochen nach den kostbaren Strahlen verzehrten. Auf einmal erwachten all ihre Lebensgeister wieder: Sie lachten, warfen Schneebälle, schossen unzählige Selfies und liefen Wettrennen im Tiefschnee. Und so wanderten die Wirtschaftsjunioren, frisch mit Lebenskräften betankt, in den goldenen Sonnenuntergang. Die Mission war geglückt, deshalb durfte man sich nun mit Käsespätzle und frisch Gezapftem belohnen, bevor man allmählich wieder den Heimritt antrat.

 

Es war wirklich märchenhaft schön. Danke an Familie Bora für die tolle Führung und an das Team des Arbeitskreises Technologie und Umwelt, das uns dieses Märchen bescherte.