Nicht nur unter Feinschmeckern genießt die „Frühlingsluft in Stangen“ einen hervorragenden Ruf. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig und Kenner freuen sich Jahr für Jahr auf die Spargelsaison.

So auch 32 Wirtschaftsjunioren, die Anfang Mai eine Betriebsbesichtigung der besonderen Art erwartete. Bei der Obst und Gemüse-Absatzgenossenschaft (OGA), einem Zusammenschluss von regionalen Obst- und Gemüsehändeln, im alten Güterbahnhof in Bruchsal wurden die Jungunternehmer von Betriebsleiter Karl-Martin Vielhauer in einige Geheimnisse rund um den Spargel eingeführt – angefangen von den Händlern, der Logistik über die Sortierungen bis hin zum Vertrieb. Neu und äußerst spannend war für die Teilnehmer das Thema Spargelauktion. „In der Hochsaison werden bis zu 50 Tonnen Spargel pro Tag angeliefert und versteigert“, so Vielhauer. Auch die Wirtschaftsjunioren durften, wenn auch nur fingiert, in den Auktionsräumen ihren vermeintlich besten Preis definieren und gegeneinander bieten. In Vergleich zu den meisten anderen Auktionen wird beim Spargel der Preis nach unten gesteigert.

Im Anschluss ging es zum Spargelhof Böser nach Forst. Begrüßt von den Brüdern Böser persönlich, durften die Spargelliebhaber einen Blick hinter die Kulissen des Spargelanbaus werfen. Mit 120 Erntehelfern werden täglich 45 ha Spargelfelder gestochen. „Der geerntete Spargel wird sofort nach der Ernte vorgekühlt, gewaschen und abgeschnitten um danach direkt in unseren Hofladen oder in unser Spargelrestaurant zu gelangen“, verriet Wolfgang Böser. Nachdem sich die Junioren die Reinigung, Sortierung und auch die vollautomatischen Spargelschälmaschine anschauen durften, wurden erste praktische Geschicklichkeiten beim eigenen Spargelstechen auf dem Feld gesammelt. Erfahrungen, die man so mit Sicherheit nicht alle Tage erhält.

Nach getaner Arbeit durfte natürlich der Verzehr des königlichen Gemüses nicht fehlen. Bei Spargelgerichten in diversen Variationen konnte der Abend direkt im eigenen Hofrestaurant gemütlich ausklingen.