Giacomos Puccini – Tosca

In einer kleinen Gruppe wurde den Wirtschaftsjunioren ein spannender, sehr interessanter und kurzweiliger Einblick in die Arbeit des Industrial Theaters gewährt. Aber was genau ist die Arbeit des Industrial Theaters eigentlich? Prof. Enno-Ilka Uhde, der kreative Kopf des Theaters, stellte gleich zu Beginn fest: „wir sind auf einem Weltmarkt ohne Produkt“. Kreiert wird ein „Event“, eine Veranstaltung, die irgendwann in der Zukunft stattfindet. Schnell wird deutlich, dass es sich bei dem Team des Industrial Theaters um echte Hidden-Champions ihrer Branche handelt. Aus Karlsruhe in die weite Welt!

Insgesamt hat Prof. Enno-Ilka Uhde bereits über 10.000 Veranstaltungen entstehen lassen, davon 2.000 Großveranstaltungen wie beispielsweise die Champions-League Finale. Seit 1997 kreiert das sympathische Team das „kulturelle“ Event vor dem Spiel. Ob Sport-Event, Firmenveranstaltung oder Stadtgeburtstag – jede Veranstaltung steht unter einem anderen Thema, das es darzustellen gilt. Wie aber wird beispielsweise die „Liebe“ dargestellt? Oder was ist der Klang eines Champions-League Finales? Anhand von kurzen Zusammenschnitten seiner Arbeit, Visualisierungen und eigenes komponierten Melodien erläuterte Prof. Enno-Ilka Uhde wie so eine „Gesamtkunstwerk“ in Raum und Zeit entsteht.

Ob Bühnenbildner, Techniker, Musiker, Artisten oder Komponisten – gearbeitet wird fast nur mit Künstlern, die das Team persönlich kennt. Dieses entspannte Gefühl, wie „unter Freunden“ eben, durften auch die Wirtschaftsjunioren erleben. So wurden alle Bereiche der weitläufigen Räumlichkeiten rund um einen Hinterhof in der Friedenstraße geöffnet. Jeder der 20 Gäste hat hier wohl was anderes entdeckt – ob Kostüme, Flaggen, Requisiten verschiedenster Veranstaltungen oder Kunst – es gab allerhand zu staunen im Industrial Theater. Selbst beim türkischen Spezialitäten-Buffet gab es einiges zu entdecken. Die „Betriebsbesichtigung“ der etwas anderen Art war absolut einmalig und sehr gelungen. Nicht nur das nächste DFB-Pokalfinale werden die Gäste dieses Abends nun wohl mit anderen Augen sehen.