Kriminalbiologe Mark Benecke zu Gast in Karlsruhe

Nichts für zarte Gemüter war Ende Oktober der Vortrag von „Dr. Made“ Mark Benecke, den Victoria Rauh trotz seiner weltweiten Verpflichtungen für einen Gastauftritt in Karlsruhe gewinnen konnte.

Im stilvollen Ambiente der Weinbar Aurum auf dem Karlsruher Schlachthofgelände berichtete der TV-bekannte Forensiker wie mit Hilfe der Symbiose von Leichen und Insekten scheinbar unlösbare Fälle oder auch bereits gefällte Fehlurteile am Ende doch noch zur Lösung kommen. Ob in Asien, Europa oder in den USA, die Expertise des Forensikers ist bekannt und überall gefragt. Leichen, Fiegen und Maden – den Zuschauern blieb nichts erspart und Benecke plauderte dazu munter über seine Arbeit. Fast konnte man vergessen, dass es hier nicht um schaurig spannende Unterhaltung sondern um wahre Fälle über Leben und Tod ging. So führte Benecke rund 60 Wirtschaftsjunioren auf seine ganz eigene Art vor Augen, wie die Wissenschaft den vielen zu Unrecht Verurteilten helfen könnte, wenn die finanziellen Mittel dafür da wären. Sein Arbeitscredo formulierte er mit den Worten von SherlockHolmes: “Erst wenn man alles ausgeschlossen hat, was nicht sein kann, muss das was übrig bleibt stimmen, egal wie unwahrscheinlich das ist.“ Und dabei scheut der Meister seines Fachs auch nicht vor Selbstversuchen mit Flöhen oder anderem Getier zurück. Abgefahren mag er denn auf die meisten  Zuschauer gewirkt haben. Aber sein Selbstappell „offen bleiben und um die Ecke gucken“ mag denn auch in allen anderen Berufen durchaus nützlich sein.