„Folge dem Duft des Goldes“ heißt es im Volksmund und das war auch für 25 Wirtschaftsjunioren am 22. April das Motto als sie sich gemeinsam zu einer 90-minütigen Busfahrt auf den Weg zur deutschen Bundesbank nach Frankfurt/Bockenheim machten. Dort begrüßte sie das Vorstandsmitglied Dr. Joachim Nagel in den Vorstandsetage mit einem Begrüßungssekt. „Wir hatten dabei auch einige Minuten Zeit, einen tollen Blick auf die Frankfurter Skyline, direkt aus der 13. Etage des Bundesbank-HQ, zu werfen“, so der WJ-Vorsitzende Benjamin Weiler. „Nebenbei hatte es der Wettergott wirklich gut mit uns gemeint und der Ausblick war toll.“

Anschließend hatten die Wirtschaftsjunioren bei einer kurzen Bürobesichtigung die Chance, ausführlich Vorstandsluft zu schnuppern und Fragen zum Arbeitsalltag zu stellen. Nun ging es vorbei am Geldmuseum, das leider wegen Umbau bis 2016 geschlossen ist, zum Gästehaus zu einem sehr interessanten Vortrag über die Bundesbank,  deren Aufgabe in der Europäischen Zentralbank (EZB) und über Geld im Allgemeinen. Zurzeit lagern circa 1.000 Tonnen Gold auf dem riesigen Gelände der Bundesbank in Frankfurt. Bis 2020 sollen weitere 700 Tonnen des wertvollen Edelmetalls aus diversen anderen Banken der Welt zurückgeholt werden. So lagern weitere Goldreserven in Städten wie Paris, London und New York. „Wir erfuhren, dass die Europäische Zentralbank ein Zusammenschluss der EU-Länder und deren Nationalen Zentralbanken ist. Diese ist für die Überwachung des Bankensystems und die Regulierung der Geldmenge im EURO-Raum zuständig“, sagt Weiler. „Dabei ist die Bundesbank mit über 25 Prozent daran beteiligt.“ Das heißt, obwohl Deutschland schon seit Jahren keine eigenständige Währung mehr hat, ist die deutsche Bundesbank weiterhin ein wichtiges Organ zur Erfüllung der Aufgaben der EZB. Weiterhin dient die Bundesbank als Notenbank – versorgt also die Wirtschaft mit Bargeld – und als Bankenaufsicht zur Sicherung und Stabilität des Finanzsystems.

Nach diesem sehr kurzweiligen Vortrag erhielten die Wirtschaftsjunioren erst einmal eine Stärkung und Dr. Nagel und sein Mitarbeiterstab luden sie zu einem gemeinsamen Lunch ein. Die Wirtschaftsjunioren hatten dabei noch einmal die Möglichkeit direkt an den Tischen, Fragen zu stellen, die allesamt gern beantwortet wurden.

Im Anschluss bedankte sich der Vorsitzende Benjamin Weiler für die tolle Möglichkeit der Besichtigung im Namen aller Anwesenden. Als nächster Programmpunkt stand eine Führung bei der Apfelwein-Kelterei Possmann an. „Wir erlebten dabei hautnah, wie aus frischen Äpfeln erstklassiger Apfelwein und gesunde Säfte entstehen“, berichtet Weiler. „Bei einer anschließenden Verkostung konnten wir uns davon auch nochmal ausgiebig überzeugen.“ Um 17 Uhr ging es dann mit dem Bus glücklich aber erschöpft wieder nach Karlsruhe.