Am Mittwochabend trafen sich 20 Wirtschaftsjunioren bei der Firma Physik Instrumente. Den meisten dürfte das Firmengebäude nahe der A8 an der Ausfahrt Stupferich/Karlsbad schon einmal ins Auge gefallen sein. Hier prangt das Logo PI weithin sichtbar. Für das menschliche Auge nicht sichtbar ist jedoch der Bereich mit dem PI sein Geld verdient. Die Firma ist Weltmarktführer für die Nanopositioniertechnik. Der Geschäftsführer Norbert Ludwig führte die WJ mit seinem Entwicklungsleiter Dr. Peter Schittenhelm, in die Welt der Nanotechnik ein. Die Produkte der Firma PI können Objekte mit einer Genauigkeit von wenigen Nanometern positionieren.

Ein typisches europäisches Haar hat die Dicke von ca. 60 Mikrometern das entspricht ca. 0,06mm, was für uns schon sehr klein anmutet. Ein Nanometer ist nun noch einmal 1000 mal kleiner als ein Mikrometer.  Um die Größenordnungen zu verdeutlichen zieht Herr Ludwig die Analogie zwischen der Größe einer Erbse und der Erdkugel heran. Wäre das zu bewegende Objekt die Erde, so könnte die Erde mit der Genauigkeit einer Erbse bewegt werden. Hierzu werden die Objekte mittels Piezoelementen bewegt. Diese Elemente werden zum Beispiel als Lautsprecher in Mobiltelefonen eingesetzt, sowie in profanerer Anwendung als Funkenerzeuger in einem elektronischen Feuerzeug oder im Gasherd.

Nicht nur technisch weiß PI zu beeindrucken, auch fertigungstechnisch ist die Firma auf der Höhe der Zeit. Die Fertigungstiefe geht bis zur Pulverherstellung um die piezoelektrischen Komponenten zu fertigen. Die Organisation ihrer Fertigung führt die Elemente der Kaizen Schule auf eine neue Ebene, in dem diese durch so getaufte Fraktale die Fertigung in mehrere autarke Module, die den gesamten Prozess von Einkauf bis zur Montage abbilden, zerlegt. Somit ist die Firma in der Lage sowohl Serienaufträge wie auch Spezialaufträge von unterschiedlichen Losgrößen reibungsfrei fertigen zu können.

In beeindruckender Weise durften die WJ wieder einen Stein im Mosaik der Technologieregion Karlsruhe kennenlernen.