Wirtschaftsjunioren zu Gast im Deutschen Bundestag

Karlsruhe. Eine Woche lang haben die Karlsruher Wirtschaftsjunioren Martina Stoppanski, Martina Hurst, Tanya Quintieri, Joachim Pilarsky, Nico Christ und Pablo Müller Camareno einen Einblick in das politische Berlin bekommen. Mitte Mai nahmen sie an dem Projekt Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland teil und hatten dadurch die Chance, einen Bundestagsabgeordneten auf Schritt und Tritt zu begleiten. Insgesamt nahmen rund 150 junge Unternehmer und Führungskräfte aus ganz Deutschland teil.

Zentrales Anliegen der jungen Unternehmer ist, auf den Fachkräftemangel in ihren Unternehmen aufmerksam zu machen. „Derzeit sind allein in den Unternehmen unserer 10.000 Mitglieder bundesweit mehr als 50.000 Arbeitsplätze nicht besetzt“, erläutert Victoria Rauh, Vorsitzender der WJ Karlsruhe. „Das heißt, dass wir nicht mehr nur von einem Fachkräfte- sondern auch von einem Arbeitskräftemangel sprechen müssen.“ Deshalb müsse Politik dringend handeln. „Wir setzen uns vor allem für eine bessere Kinderbetreuung ein, für eine bessere Bildung und für eine Willkommenskultur, um für Fachkräfte aus dem Ausland attraktiver zu sein“, so Rauh weiter.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind mit mehr als 10.000 Mitgliedern der bundesweit größte Verband junger Unternehmer und Führungskräfte und organisieren das Projekt in diesem Jahr bereits zum 19. Mal. Ziel ist, Unternehmern einen Einblick in den Alltag der Parlamentarier zu geben und den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik zu fördern. Dazu begleitete ein Wirtschaftsjunior jeweils einen Parlamentarier zu Terminen, Fraktions-, Ausschuss- und Arbeitsgruppensitzungen. Auf dem Programm standen zudem ein kurzes Treffen mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Diskussionsveranstaltungen mit führenden Politikern wie Dr. Philipp Rösler, Dr. Peter Ramsauer, Volker Kauder und Dr. Gregor Gysi. Ab dem Sommer treten die Abgeordneten Gegenbesuche in den Unternehmen an, um den Unternehmeralltag besser kennen zu lernen.